Neuigkeiten aus den Grafschaften - Kosch-Kurier 83

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Ausgabe Nummer 83 - Rahja 1047 BF

Neuigkeiten aus den Grafschaften

Endlich ist Firun mit der wilden Jagd gen Norden gezogen und hat das Szepter an Peraine und Rahja weitergereicht. Vielerorts wird nun zum Tanze aufgespielt, und Frohsinn verscheucht die trüben Gedanken …

Erneut Ogerspuren gefunden

RÜBFOLD. Erneut gibt es Hinweise darauf, dass im Albuminer Land ein Oger sein Unwesen treibt: Der blaue Berndrich, ein ehrbarer Krambold, entdeckte im Wald eine Feuerstelle, die nur wenige Tage alt sein mochte; und um den Platz herum fand er verstreute Knochen und einige Fußspuren, die wohl von einem Oger stammen mögen. Gesehen habe er den Unhold freilich nicht, räumte der Krambold ein.

Kurz darauf stolperte die junge Hamwide Loderer beinahe in eine Grube im Wald, die mit Pfählen gespickt war – ein grausiger Anblick! Das Mädchen, das vor Jahren durch ein Wunder der Ifirn einen Schneesturm überlebte (siehe KOSCH-KURIER Nr. 70), kam auch dieses Mal mit dem Schrecken davon. Der war allerdings groß, denn im Norden erinnert man sich noch gut des Ogers Goro, der den Borrewald und die umliegenden Lande unsicher machte. Er pflegte Wanderer zum Ringkampf herauszufordern und – in eine mit Pfählen gespickte Grube zu werfen. Was er hernach mit den Leichen machte, muss man wohl nicht erläutern. Zwar wurde dem Oger vor sechs Götterläufen der Garaus gemacht; doch nun scheint ein Nachfolger in die firunlichen Wälder gekommen zu sein.

Neueglut erloschen

ANGBAR/RHÔNDUR. Mit großer Sorge blicken die Rhôndurer ins kommende Jahr und in die Zukunft, denn die Neueglut, die am Tag des Feuers aus Angbar geholt wurde, ist auf dem Heimweg erloschen!

Nicht Walbura Fram, die erfahrene Meisterin der Esse, war in die Hauptstadt gepilgert (denn zur fraglichen Zeit lag sie krank darnieder), sondern ein junger Geweihter namens Welferich Rotbart. Wie solch ein unseliges Missgeschick geschehen konnte, weiß er selbst nicht zu sagen – er habe die Glut gehütet wie seinen Augapfel. Freilich sei er sogleich umgekehrt, um eine neue zu holen – allein, es ist eben nicht die wahre vom heiligen Festtag. Aus Gram und Demut hat der Geweihte beschlossen, eine weite Pilgerreise anzutreten – und zwar auf die Zyklopeninseln.

Ein Leben im Dienste Tsas

GÔRMEL. Die Priesterschaft der Tsa zu Gôrmel hat eine neue Novizin: Alrike Arivorer, die beim Praioshangeln zu Beginn des Jahres die Freiheit erlangt hat. Nun will sie das neu geschenkte Leben dem Dienst an der Ewigjungen Göttin widmen.

Reumütig und barfuß war die ehemalige Händlerin nach Gôrmel gepilgert und hatte im Kloster der Barmherzigen Schwestern von den Heilenden Quellen freundliche Aufnahme gefunden. Nach einer Probezeit von drei Monden war die Tsa-Geweihte Elida bereit, Alrike Arivorer als Novizin aufzunehmen.

Was indessen aus Moribert Siebenschröter geworden ist, der ebenfalls beim Praioshangeln die Freiheit erlangte, weiß keiner zu sagen. Gerüchten zufolge soll er aber einen weniger göttergefälligen Lebenswandel führen.

Nostrianischer Gesang in Trallik

TRALLIK. Eine Überraschung gab es beim diesjährigen Sängerwettstreit in Trallik: Ein spindeldürrer Barde namens Raulolf Eberyn aus Nostria erfreute die Göttin offenbar am meisten mit seinem Gesang, denn bei den Versen „Habt Erbarmen / Mit den Armen! / Spendet einen Kanten Brot / Und beendet Ihre Not!“, begann das Bier aus dem Heiligen Humpen zu schäumen.

Der fremdländische Spielmann, der nicht den Eindruck machte, als könne er sich regelmäßig sattessen, nahm gerne den ersten Schluck des köstlichen und nahrhaften Gerstensaftes. Höchst angetan von der Koscher Gastlichkeit, verkündete er, nun wolle er weiter nach Angbar ziehen, um in der Nostrianischen Kombüse aufzutreten.

Karolus Linneger

Fürstenbirnen für Fünfbrunnen

UZTRUTZ. In der Baronie Uztrutz wurden die Ränder mehrerer Straßen mit „Fürstenbirnen“ bepflanzt (siehe KOSCH-KURIER Nr. 79). Der Baronshof gab nun bekannt, dass der bekannte Obstbauer Pagalasch Sohn des Pomulux einen weiteren Auftrag erhalten habe: Kurz nach der Fertigstellung der letzten Allee soll der Angroscho auch die Straße von Fünfbrunnen bis nach Rhaunen mit Birnen und anderen Obstbäumen säumen.

Kunrad Trutzschilfen

Die Spuren stammen nicht von einem Oger, sondern wurden von Menschen gelegt, um die Gegend in Angst und Schrecken zu versetzen. Dahinter steckt eine Söldnergruppe um den hünenhaften Andergaster Halmbart Steinschlag, der einst in Diensten der Finsterzwerge stand. Halmbart selbst bleibt im Hintergrund und spielt den im Wald hausenden Oger; seine (deutlich jüngeren) Kumpane bieten sich in Rübfold und anderen Orten des Albuminer Landes als Geleitschutz an. Zumindest für eine Weile beschert ihnen der Betrug recht gute Einnahmen.