Prinz Erlans mutiger Plan

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Prinz Erlans mutiger Plan
Neue fürstliche Truppe zum Schutz der Nordgrenze aufgestellt
ERLENSCHLOSS, Peraine 1047 BF. Überraschende Neuigkeiten erreichen uns dieser Tage vom Fürstenhof im Erlenschloss: Fürst Anshold gab die Aufstellung einer neuen fürstlichen Truppe bekannt. Die Kompanie Halmdahl der Keiler wird dem bewährten Ritter Viburn von Rohenforsten unterstellt. Prominentestes Mitglied der Truppe wird aber niemand anderes als Erbprinz Erlan vom Eberstamm sein, dessen ritterliche Ausbildung seit zwei Jahren dem Herrn von Rohenforsten anvertraut ist.
Wie aus dem Umkreis des Fürstenhofs zu vernehmen war, hat der fünfzehnjährige Prinz die Gerüchte über Kämpfe mit den Orks in Weiden mit großer Beunruhigung vernommen und bereits seit vielen Wochen von seinem fürstlichen Vater gefordert, mehr für die Verteidigung der Nordgrenze zu tun. Mit der Stolzenburg gebe es im Westen der Nordgrenze eine starke und gut besetzte Burg, doch der Osten werde nur vom Thurm Harzklamm bewacht, hielt der junge Prinz fest. Einem entschiedenen Großangriff könnte der Turm wohl nicht lange widerstehen. So hat Prinz Erlan nun durchsetzen können, dass der Grenzturm zu einer mächtigen Festung ausgebaut werden soll – ein Unterfangen, welches sicher etliche Jahre dauern wird.
Im leidenschaftlichen Engagement Seiner allerprinzlichsten Durchlaucht für den Schutz der Provinz darf wohl auch die Frucht diverser Erziehungsmaßnahmen gesehen werden, die der Fürst seinem Erstgeborenen in den vergangenen Jahren zukommen ließ. Neben der Knappschaft bei Ritter Viburn gehören dazu auch Lektionen in Strategie beim früheren Wehrmeister Thorben von Hammerschlag oder eine Rundreise durch die Rondratempel des Kosch an der Seite von Hochwürden Leuengunde vom Berg. Und sicher war auch die Fürstin, der ihre Wengenholmer Heimat sehr am Herzen liegt, nicht ohne Einfluss auf diese Entscheidung.
Die neu geschaffene Kompanie wird fürs erste aus Freiwilligen aus anderen fürstlichen Truppen, einigen Rittern sowie einem Banner Söldner der Vardocker Spießgesellen bestehen. In einigen Monaten soll die Truppe dann eine Stärke von hundert Streitern haben, je zur Hälfte beritten und zu Fuß. Neben der Wacht gegen die Schwarzpelze hat sich Prinz Erlan die Jagd auf den Borrewaldbund auf die Fahnen geschrieben. „Es kann doch nicht sein, dass uns ein paar Vogelfreie auf der Nase herumtanzen“, soll er gesagt haben.
Der bisherige Schlachtreiter von Harzklamm, Baduar von Salzmarken, wird stattdessen mit dem Fürstlichen Rittergut Angenau bei Auersbrück belehnt.