Feier unter dem Berg

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Ausgabe Nummer 83 - Rahja 1047 BF

Aus den Stollen: Feier unter dem Berg

Organa-Tunnel festlich eingeweiht

STATION GAROSCHAMOSCH, Ingerimm 1047 BF. Die Musik und die an einen Marsch erinnernden Geräusche des Bradrumox-Tanzes hallten noch lange Zeit in den Höhlengewölben nach und verweilten förmlich in den Wänden. Dies markierte den Höhepunkt der Einweihung des Organatunnels, dessen Fertigstellung nach erheblichen Verzögerungen nun gefeiert werden konnte.

Zargrim Sohn des Zarlov, Vorsitzender des Rates von Xagihra-Pforte, und Bradrotta Tochter der Brandra, Herrin der Station Garoschamosch, hatten zu diesem Anlass geladen, und fast zweihundert Gäste (Angroschim, Menschen und sogar ein Elf*) waren ihr gefolgt und erhielten zur Erinnerung an dieses Ereignis kleine Metallamulette.

Nach der feierlichen Begehung des Tunnels, bei der alle technischen Errungenschaften von Garoschamosch vorgestellt wurden, folgten einige Wettbewerbe wie Leuchtasselrennen und ein Kochturnier. Besonders Letzteres fand großen Anklang, als Maxok Sohn des Marrax, sichtlich bewegt von der Qualität der Speisen, versprach: „Die ersten drei Plätze werden dauerhaft auf der Speisekarte der Station zu finden sein.“

Im Rahmen der Einweihungsfeier wurde auch der „Tag des Aufbruchs“ begangen, an dem elf junge Angroschim aus Bärenfang ihre Wanderjahre als Gesellen und Gesellinnen antraten. Eben diese brachten die ohnehin ausgelassene Stimmung dann zum Kochen, als die elf, begleitet von Spielleuten, mit dem erwähnten Bradrumox (übersetzt etwa „Tolles Springen“) begannen.

Der Tanz besteht zwar nur aus abwechselndem Hüpfen nach links und rechts, unterbrochen von Drehungen, aber er ist so einfach und ansteckend, dass sich dem Bradrumox selbst ungeübte Tänzer und Tanzverweigerer zu später Stunde, als die Fässer leerer und die Tanzbegeisterung größer wurden, nicht entziehen konnten. Seither hat dieser Tanz die Tavernen und Gaststätten Bärenfangs wie ein Lauffeuer erobert.

Trotz der ausgelassenen Stimmung beim Fest dürfte die Feier in Bärenfang dennoch zu einer Zuspitzung des Konfliktes zwischen Zwergen und Menschen führen. Baron Erzbart von Drabenburg, der zwar zur Einweihung geladen war, sich jedoch nicht dazu herabließ zu erscheinen, hatte im Vorfeld sogar zu einem Boykott des Festes aufgerufen.

„Eine Feier“, so erklärte er, „die dem Vermeiden rechtmäßiger Zölle huldigt, kann nicht gutgeheißen werden.“ Er forderte die Menschen auf, dem Fest fernzubleiben, und ließ die Eingänge zu Xagihra-Pforte und nach Âthykril von Bergjägern überwachen. Diese sollten alle menschlichen Besucher erfassen – eine Maßnahme, die die Spannungen zusätzlich anheizen wird.

Andhor Kirschbäumer

  • Bei diesem handelt es sich um den Waldelfen Bilganin Awendil, der vor zwei Jahren einigen Zwergen aus Garoschamosch das Leben rettete, woraus sich eine seltene Freundschaft entwickelte.