Nachbeben unter den Bergen

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Ausgabe Nummer 83 - Rahja 1047 BF

Nachbeben unter den Bergen

Tore von Koschim sind verschlossen

BERGKÖNIGREICH DUMRON OKOSCH, Peraine 1047 BF. Erstaunliche Neuigkeiten sind aus den Koschbergen zu vernehmen: Die Erzzwerge von Koschim sollen ihre Hallen schon vor Monaten komplett abgeriegelt haben und weder Menschen noch Angroschim Einlass gewähren. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.

Spät erreicht uns die Nachricht aus dem Bergkönigreich. Sind die Angroschim normalerweise schon verschwiegen und darauf bedacht, ihre Belange nicht nach außen zu tragen, so sind sie es dieser Tage im Besonderen, da viele von ihnen die Heldenzeit mit dem Kampf gegen den Großen Drachen angebrochen sehen. Und steht nicht die Katastrophe am Schlund Ende Tsa 1046 BF als klares Fanal dafür, wo ein als Elementardrache betitelter Purpurwurm die Festlichkeiten zu Ehren des Tags der Erneuerung angriff, ein Stern aus dem Sternbild Hammer und Amboss niederging und zuletzt gar der Vulkan selbst ausbrach und das im Krater befindliche Angrosch-Heiligtum zerstörte?

Tosch Mur, die Bergfreiheit Waldwacht, wurde ebenso wie Isnatosch, die Bergfreiheit Eisenwald, bereits kurz nach dem Ereignis abgeriegelt und in Alarmbereitschaft versetzt. In Koschim soll es dagegen vorerst weitgehend ruhig geblieben sein. Dies mag zum einen daran liegen, dass sich Bergkönig Gilemon Sohn des Gilim stets skeptisch gegenüber Hochkönig Albrax und dessen Verkündung einer Heldenzeit zeigte; zum andern aber auch daran, dass sich die Untere Pforte der Hallen von Koschim bisher gar nicht verschließen ließ. Der uralte Mechanismus der Pforte stellte die Erzzwerge bislang vor Rätsel. Wie sie dessen Lösung gefunden haben, bleibt vorerst ein Geheimnis – ebenso wie die Beweggründe König Gilemons, jetzt mit Tosch Mur und Isnatosch gleichzuziehen.

Angemerkt sei an dieser Stelle, dass der Bergvogt der Koschimer Außenwacht Ârxozim, Tharnax Sohn des Thorgrimm, bereits unmittelbar nach den verheerenden Ereignissen in Garetien alle Angehörigen seiner Sippe (der Sippe Koranan) aufforderte, in die heimischen Hallen zurückzukehren. Das silberne Tor von Âthykril ist seit langem verschlossen. Mag Bergvogt Tharnax das Ohr des Bergkönigs gefunden haben? Zu hören ist auch, dass Borindarax Sohn des Barbaxosch, der gräfliche Vogt von Nilsitz und Urenkel des Rogmarog Fargol Sohn des Fanderam, für lange Zeit in Koschim weilte. Der Bergkönig von Isnatosch gehört seit der Ausrufung von Senalosch als „Letzte Festung” zu den Befürwortern des Hochkönigs – und Borindarax war auch Teil jener Delegation, die in Calbrozim in der Feste des Grafen zwischen Xorlosch und Isnatosch im Streit um die Letzte Festung zu vermitteln suchte. Was Isnatosch mit der Aussendung von Borindarax bewirken will, lässt sich nur erahnen. Möglich und vielleicht sogar wahrscheinlich ist, dass Bergkönig Fargol abermals versucht, Gilemon Sohn des Gillim von Albrax’ Sache zu überzeugen.

Der KOSCH-KURIER hofft auf jeden Fall, dass sich die Reihen der Zwergenheit schließen und sie geschlossen stehen gegen alle Bedrohungen, die die Zukunft bringen mag.

Burkhard Ludolfinger, Wengel Samonach

Der Artikel bezieht sich auf Ereignisse aus der laufenden Zwergenkampagne von Ulisses Spiele, insbesondere auf die Titel „Ruf des Berges“ und „Auf ins Abenteuer: Basaltschmelze“. Mehr dazu ist auch im Aventurischen Boten zu lesen (Nr. 226: Streit um die Letzte Festung, Nr. 228: Zerstörung des Heiligtums am Schlund).