„Darauf ein Ferdoker!“
Sprichtwort-Schmiede: „Darauf ein Ferdoker!“
Redensarten rund ums Bier
Bei dem (der) ist Hopfen und Malz verloren.
Wenn dieser Satz über eine Person gesagt wird, verheißt das wahrlich nichts Gutes, ist der oder die Betreffende doch zu dumm, ungeschickt oder unwillig, um etwas Rechtes zu lernen. Nicht selten hört man den Satz im Zusammenhang mit der Redensart „Wer nichts wird, geht nach Gareth“.
Hopfen und Malz – Ing’rimm erhalt’s!
Dieser Spruch nimmt direkten Bezug auf das Reinheitsgebot. Er findet sich als Inschrift in Brauereien und Tavernen, aber auch in der guten Stube manch einer Bürgersfamilie.
Efferd spendet das Wasser, Peraine den Hopfen, Ingerimm das Malz und Travia die Gastlichkeit.
Auch dieser Sinnspruch nennt die Zutaten des Koscher Bieres; im Gespräch wird er selten eingeflochten, doch findet er sich etwa als Schriftzug auf Brotzeitplatten, welche man mit einem Krüglein Gerstensaft genießt.
Darauf ein Ferdoker!
Diesen Satz hört man immer wieder, wenn es etwas zu feiern gibt oder etwas gelungen ist. In Angbar hingegen wird er manchmal (angesichts der alten Rivalität zwischen den Brauereien) im ironischen Sinne verwendet: „Darauf kannst du ein Ferdoker trinken“ ist aus dem Munde eines Angbarers nicht eben nett gemeint.
Wie ein Fass ohne Boden
Diese Redensart verwendet man, um auszudrücken, dass etwas Unsummen oder sonstige Mittel verschlingt, ohne dass etwas Rechtes dabei herauskommt.
Das ist nicht mein Bier.
Dieser Spruch wird häufig von einem Schulterzucken begleitet. Er besagt, dass der Sprecher sich für ein Problem nicht zuständig fühlt oder eine Sache ihm gleichgültig ist.
Was dem Almadaner sein Wein, ist dem Koscher sein Bier
Diese Redensart wurde nicht hierzulande, sondern im Außerkosch geprägt – aber falsch ist sie dennoch nicht. Wobei die Koscher durchaus auch Wein zu schätzen wissen, während man nur selten von einer almadanischen Biersoße hört.
Ein Schank ist kein Schank.
Im Kosch tut man sich schwer mit den Rohalsmaßen. Vor allem das vom Weisen eingeführte Schank will der Koscher nicht als solches anerkennen. In seinen Augen ist nur ein Baroscht (also das Vierfache eines Rohalsschanks) ein echtes Bierschank.
Das schlägt dem Fass den Boden aus!
Auch dieser – meist empörte – Ausruf gehört im weitesten Sinne zum Bier, denn welches Fass wäre wohl gemeint, wenn nicht ein Bierfass? Verwendet wird der Satz in Bezug auf eine besondere Dreistigkeit.
Das geht weg wie Freibier am Ingerimmsmarkt.
Andernorts pflegt man zu sagen: „Das geht weg wie warme Semmeln.“ – Die gehen im Kosch zwar auch gut weg, aber Freibier am Ingerimmsmarkt, das lässt sich schwerlich überbieten … vielleicht sind Rondras Blitze noch ein wenig schneller …
Das bringt das Fass zum Überlaufen!
Dieser Ausruf drückt Empörung über etwas aus, im Sinne von: „Jetzt ist es aber mehr als genug!“
