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Ursprünglich in die Welt gekommen ist das Nadoreter Bier als politischer [[wikav:Garadan (Spiel)|Garadan]]zug: Der damalige Baron [[Hauptdarsteller ist::Dajin von Nadoret|Dajin]] hatte die Schmach nicht verwinden können, dass statt seiner [[Briefspieltext mit::Growin Sohn des Gorbosch]] Graf von [[Ortsnennung ist::Ferdok (Grafschaft)|Ferdok]] geworden war, und hegte seitdem eine latente Abneigung gegen alles [[Akteursnennung ist::Zwerge|Zwergische]]. Neben vielen ambitionierten Plänen kam ihm die Idee, dem [[Briefspieltext mit::Ferdoker Bier]] durch eine eigene Kreation den Rang abzulaufen – zunächst innerhalb der eigenen Baronie, doch den Blick bereits auf die gesamte Grafschaft Ferdok gerichtet. | Ursprünglich in die Welt gekommen ist das Nadoreter Bier als politischer [[wikav:Garadan (Spiel)|Garadan]]zug: Der damalige Baron [[Hauptdarsteller ist::Dajin von Nadoret|Dajin]] hatte die Schmach nicht verwinden können, dass statt seiner [[Briefspieltext mit::Growin Sohn des Gorbosch]] Graf von [[Ortsnennung ist::Ferdok (Grafschaft)|Ferdok]] geworden war, und hegte seitdem eine latente Abneigung gegen alles [[Akteursnennung ist::Zwerge|Zwergische]]. Neben vielen ambitionierten Plänen kam ihm die Idee, dem [[Briefspieltext mit::Ferdoker Bier]] durch eine eigene Kreation den Rang abzulaufen – zunächst innerhalb der eigenen Baronie, doch den Blick bereits auf die gesamte Grafschaft Ferdok gerichtet. | ||
Die Nadoreter Herstellung wurde quasi über Nacht aus dem Boden gestampft – wobei bewusst auf jegliche Hilfe von Zwergen verzichtet wurde. Doch was in Windeseile erstellt wird, das erweist sich selten als gut im Kosch: Das fertige Produkt schmeckte wässrig und bitter, auch wenn es nach dem [[Briefspieltext mit::Koscher Reinheitsgebot]] gebraut worden war – nur eben nicht gut. Zudem klagten diejenigen, die dem Bier trotz all der Mängel dennoch zusprachen, am nächsten Tag über pochende Kopfschmerzen. | Die Nadoreter Herstellung wurde quasi über Nacht aus dem Boden gestampft – wobei bewusst auf jegliche Hilfe von Zwergen verzichtet wurde. Doch was in Windeseile erstellt wird, das erweist sich selten als gut im [[Ortsnennung ist::Kosch]]: Das fertige Produkt schmeckte wässrig und bitter, auch wenn es nach dem [[Briefspieltext mit::Koscher Reinheitsgebot]] gebraut worden war – nur eben nicht gut. Zudem klagten diejenigen, die dem Bier trotz all der Mängel dennoch zusprachen, am nächsten Tag über pochende Kopfschmerzen. | ||
Um den sich abzeichnenden Misserfolg abzuwenden, setzte der Baron die örtlichen Gastwirte unter Druck, es trotzdem anzubieten. Manch einer tat dies wohl in vorauseilendem Gehorsam, denn Dajin von Nadoret war nicht als zimperlich bekannt, wenn es darum ging, seinen Willen durchzusetzen, und als nachtragend, wenn er sich gekränkt fühlte. So wurde das Bier durchgehend in den Gasthäusern ''[[Ortsnennung ist::Zum Springenden Hirschen]]'' und ''[[Ortsnennung ist::Zum sanften Ochsen]]'' ausgeschenkt. Doch die Wirte waren schlau und boten parallel das Ferdoker Bier an, wohl wissend, dass vor allem Reisende in Unwissenheit das lokale Bier wählen würden. | Um den sich abzeichnenden Misserfolg abzuwenden, setzte der Baron die örtlichen Gastwirte unter Druck, es trotzdem anzubieten. Manch einer tat dies wohl in vorauseilendem Gehorsam, denn Dajin von Nadoret war nicht als zimperlich bekannt, wenn es darum ging, seinen Willen durchzusetzen, und als nachtragend, wenn er sich gekränkt fühlte. So wurde das Bier durchgehend in den Gasthäusern ''[[Ortsnennung ist::Zum Springenden Hirschen]]'' und ''[[Ortsnennung ist::Zum sanften Ochsen]]'' ausgeschenkt. Doch die Wirte waren schlau und boten parallel das Ferdoker Bier an, wohl wissend, dass vor allem Reisende in Unwissenheit das lokale Bier wählen würden. | ||
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Die Wende kam mit [[Hauptdarsteller ist::Alerich Ferrik von Nadoret]]: Der neue Vogt und spätere Baron versuchte wiedergutzumachen, was sein Vorgänger angerichtet hatte. Wie selbstverständlich wurden zwergische Braumeister und Gehilfen angestellt, um den Brauprozess grundsätzlich zu überdenken und neu zu gestalten. Als erste Maßnahme wurden bessere Zutaten bestellt, dazu die produzierte Menge stark verringert. Die Arbeit der Angroschim zahlte sich aus: Der Ruf des Nadoreter Doppelbock wandelte sich grundlegend von einer grotesken Parodie von Bier zu einer lokalen Spezialität. Für den Chronisten und Bierliebhaber bietet das Nadoreter Doppelbock ein außergewöhnliches Beispiel, wie ein ursprünglich ungeliebtes Bier hochgeschätzt wird. | Die Wende kam mit [[Hauptdarsteller ist::Alerich Ferrik von Nadoret]]: Der neue Vogt und spätere Baron versuchte wiedergutzumachen, was sein Vorgänger angerichtet hatte. Wie selbstverständlich wurden zwergische Braumeister und Gehilfen angestellt, um den Brauprozess grundsätzlich zu überdenken und neu zu gestalten. Als erste Maßnahme wurden bessere Zutaten bestellt, dazu die produzierte Menge stark verringert. Die Arbeit der Angroschim zahlte sich aus: Der Ruf des Nadoreter Doppelbock wandelte sich grundlegend von einer grotesken Parodie von Bier zu einer lokalen Spezialität. Für den Chronisten und Bierliebhaber bietet das Nadoreter Doppelbock ein außergewöhnliches Beispiel, wie ein ursprünglich ungeliebtes Bier hochgeschätzt wird. | ||
Dass heutzutage in Nadoret Ferdoker und Nadoreter in ähnlicher Frequenz über den Schanktresen wandern, gefällt freilich nicht jedem: Manches Mitglied im [[Akteursnennung ist::Bund der Alttreuen]] trinkt bewusst nur das Doppelbock, um ein politisches Zeichen zu setzen, während sich besonders traditionelle Zwerge immer noch über die ersten Jahre des Nadoreter Bieres grämen und aus Trotz nur Ferdoker bestellen. Abseits dieser Konflikte hat der | Dass heutzutage in Nadoret Ferdoker und Nadoreter in ähnlicher Frequenz über den Schanktresen wandern, gefällt freilich nicht jedem: Manches Mitglied im [[Akteursnennung ist::Bund der Alttreuen]] trinkt bewusst nur das Doppelbock, um ein politisches Zeichen zu setzen, während sich besonders traditionelle Zwerge immer noch über die ersten Jahre des Nadoreter Bieres grämen und aus Trotz nur Ferdoker bestellen. Abseits dieser Konflikte hat der Kosch ein weiteres wohlschmeckendes Bier gewonnen, das sich hinter seinem Konkurrenten nicht mehr zu verstecken braucht. | ||
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Aktuelle Version vom 18. Januar 2026, 19:27 Uhr

Von verwässert zu verbessert
Die erstaunliche Geschichte des Nadoreter Doppelbock
NADORET, Travia 1039 BF. Was einst als Fehlschlag begann, hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Bierkultur am Großen Fluss entwickelt. Die Rede ist vom Nadoreter Doppelbock, das aus seiner Heimatbaronie nicht mehr wegzudenken ist. Doch bis dahin war es ein langer Weg.
Ursprünglich in die Welt gekommen ist das Nadoreter Bier als politischer Garadanzug: Der damalige Baron Dajin hatte die Schmach nicht verwinden können, dass statt seiner Growin Sohn des Gorbosch Graf von Ferdok geworden war, und hegte seitdem eine latente Abneigung gegen alles Zwergische. Neben vielen ambitionierten Plänen kam ihm die Idee, dem Ferdoker Bier durch eine eigene Kreation den Rang abzulaufen – zunächst innerhalb der eigenen Baronie, doch den Blick bereits auf die gesamte Grafschaft Ferdok gerichtet.
Die Nadoreter Herstellung wurde quasi über Nacht aus dem Boden gestampft – wobei bewusst auf jegliche Hilfe von Zwergen verzichtet wurde. Doch was in Windeseile erstellt wird, das erweist sich selten als gut im Kosch: Das fertige Produkt schmeckte wässrig und bitter, auch wenn es nach dem Koscher Reinheitsgebot gebraut worden war – nur eben nicht gut. Zudem klagten diejenigen, die dem Bier trotz all der Mängel dennoch zusprachen, am nächsten Tag über pochende Kopfschmerzen.
Um den sich abzeichnenden Misserfolg abzuwenden, setzte der Baron die örtlichen Gastwirte unter Druck, es trotzdem anzubieten. Manch einer tat dies wohl in vorauseilendem Gehorsam, denn Dajin von Nadoret war nicht als zimperlich bekannt, wenn es darum ging, seinen Willen durchzusetzen, und als nachtragend, wenn er sich gekränkt fühlte. So wurde das Bier durchgehend in den Gasthäusern Zum Springenden Hirschen und Zum sanften Ochsen ausgeschenkt. Doch die Wirte waren schlau und boten parallel das Ferdoker Bier an, wohl wissend, dass vor allem Reisende in Unwissenheit das lokale Bier wählen würden.
Die Wende kam mit Alerich Ferrik von Nadoret: Der neue Vogt und spätere Baron versuchte wiedergutzumachen, was sein Vorgänger angerichtet hatte. Wie selbstverständlich wurden zwergische Braumeister und Gehilfen angestellt, um den Brauprozess grundsätzlich zu überdenken und neu zu gestalten. Als erste Maßnahme wurden bessere Zutaten bestellt, dazu die produzierte Menge stark verringert. Die Arbeit der Angroschim zahlte sich aus: Der Ruf des Nadoreter Doppelbock wandelte sich grundlegend von einer grotesken Parodie von Bier zu einer lokalen Spezialität. Für den Chronisten und Bierliebhaber bietet das Nadoreter Doppelbock ein außergewöhnliches Beispiel, wie ein ursprünglich ungeliebtes Bier hochgeschätzt wird.
Dass heutzutage in Nadoret Ferdoker und Nadoreter in ähnlicher Frequenz über den Schanktresen wandern, gefällt freilich nicht jedem: Manches Mitglied im Bund der Alttreuen trinkt bewusst nur das Doppelbock, um ein politisches Zeichen zu setzen, während sich besonders traditionelle Zwerge immer noch über die ersten Jahre des Nadoreter Bieres grämen und aus Trotz nur Ferdoker bestellen. Abseits dieser Konflikte hat der Kosch ein weiteres wohlschmeckendes Bier gewonnen, das sich hinter seinem Konkurrenten nicht mehr zu verstecken braucht.
