Sorban am Leben? Visarist angeblich untergetaucht

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Ausgabe Nummer 7 - Peraine 1015 BF

„Der Ketzer lebt!“ Das zumindest berichtete der aus Koschtal stammende Botenreiter Mattes Wohlleib den erstaunten Oberen des Angbarer Boron-Tempels. Der junge Wohlleib hatte im Auftrage eines Kaufmanns eine Nachricht nach Gratenfels überbracht und war nach Beendigung seiner Mission am 14. Rahja im örtlichen Lokal „Zum Schwarzen Keiler“ eingekehrt. Dort war ihm bei seinem Besuch eine in eine mönchsartige Kutte, auf einen Stock gestützte Gestalt aufgefallen, in der der Bote den ihm aus den Schilderungen Schetzenecker Verwandter bekannten Visaristen Sorban Visant zu erkennen glaubte. Eiligst verließ Wohlleib die Taverne, um die Wache zu verständigen, doch noch ehe er mit den Gardisten zurückkehrte, war der Verdächtige verschwunden. Aus ungeklärten Gründen verzichteten die Mannen Landgraf Alriks auf eine ausführliche Suche, so daß dem Koscher nichts anders übrig blieb, als nach Hause zurückzukehren. Auch wenn es gewisse Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Zeugenaussage gibt, so deuten doch andauernde Beratungen darauf hin, daß die Angelegenheit doch zumindest in Geweihtenkreisen sehr ernst genommen wird. Hochwürden Mælcor Gutbrodt, Vorsteher zu Angbar, lehnte jedoch gegenüber unserer Gazette eine offizielle Stellungnahme der Priesterschaft ab.

Unbestimmten Informationen nach soll eine Abordnung des Garrensander Klosters des Ordens vom Heiligen Golgari in die nordmärkische Stadt ausgesandt werden, um den flüchtigen Häretiker aufzuspüren und der Gerechtigkeit zuzuführen. Ob eine solche Unternehmung jedoch von Erfolg gekrönt wäre, bleibt sehr zweifelhaft.

Stitus Fegerson