Man erntet, was man sät - Zum Geburtstag viel Glück

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Baronie Drift, Schloss Mirkagarten, Ende Travia. 1040 BF

Im großen Rittersaal:

Das fahle Licht der untergehenden Herbstsonne scheint durch die bunten Glasfenster des festlich geschmückten Saals und wirft farbenprächtige Lichtflecken auf die reichlich gedeckten Tafeln. In einem großen Kamin prasselt Feuer. Musik erklingt von einer im dunklen liegenden Galerie, oberhalb des Saals. Ein Bärenführer lässt sein Tier tanzen. Gaukler halten sich zum Narren, zur Belustigung der Gäste.
Narmur, der Baron von Drift, sitzt lachend in einer Gruppe gut gelaunter Adeliger, darunter Neralda Cella von Nadoret und Derya von Uztrutz: „Nein ich sage euch – Die Götter sind gegen mich! Von allen Baronen im Kosch, muss ausgerechnet ICH die dümmsten Bauern haben! Auf den fettersten Äckern züchten sie nur Unkraut und auf den magersten Böden setzen sie kümmerliche Ähren. – Und wenn ich durch mein Land fahre, sehe ich an allen Orten nur Faulpelze in der Sonne sitzen!
Wenn ich dann die Steuereintreiber durchs Land schicke, verstecken sie das Vieh im Wald und vergraben das Korn.
Sogleich beschweren sie sich bei mir, dass meine Steuereintreiber zu grob sind.
Ja soll ich mir denn alle Frechheiten gefallen lassen?!
Und bei meinem werten Nachbarn? Dort steht das Korn so dicht am Acker, dass man darauf tanzen kann! - Bei diesem Zwerg von einem Baron Thuca!
Aber ich ärgere mich nicht! Mein Kaplan pflegt immer zu sagen; Der zufriedene Mensch, wenn auch arm, ist glücklich!“
Allgemeines Gelächter.
Derya von Uztrutz hebt einen Silberhumpen voll schäumenden Ferdoker: „Auf den ärmsten Baron des Kosch und dass er uns immer so fürstliche Feste bereite!“
Allgemeines Gelächter und Beglückwünschungen.
Neralda von Nadoret ergreift das Wort: „Sagt Narmur, wie geht es euch mit dem neuen Vogt, den euch der Fürst ins Land gesetzt hat, nachdem er Ländereien von euch eingezogen hat – Diesem Richtgreven?“
Narmur zieht die Augenbraue zusammen: „Nein – nicht der Fürst hat mich bestohlen werte Neralda! Das war sein Kanzler Nirwulf, der diesen Raubzug gegen mich geplant hat um seinen Vetter Brumil Pfründe zu sichern. Und bei Praios! – Es würde mich nicht wundern wenn Graf Growin ebenfalls seine kleinen Finger im Spiel hatte!
Der Schaden ist dabei nicht allein meiner! Der Diebstahl Westbühls war gleichsam ein Dammbruch. Der Kanzler hat damit gezeigt, dass er ohne Rücksicht auf den Fürst die Politik des Grafen Growin und der Angroschim, sich nach und nach die Ländereien der Barone anzueignen, durchsetzen kann!
Ab jetzt ist jeder Baron, der noch ein Rückgrat sein Eigen nennt, der Gefahr ausgesetzt enteignet zu werden.“
Nachdem sich die aufkommende Diskussion für und wider Narmurs Ansichten langsam legt, tritt Neralda an Narmur heran: „Narmur! Ihr habt versprochen mir euer Panoptikum zu zeigen. Man sagt ihr nennt eine interessante Sammlung südländischer Teppiche euer Eigen?“