Kuno Bockling

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Symbol Tsa-Kirche.svg 990 BF - Symbol Boron-Kirche.svg Rah 1039 BF
Häuser/Familien

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Lehen/Ämter

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Orden/Kirchen/Bünde

(keine)

Neueste Briefspieltexte:
(mit dieser Person gibt es leider noch keine Briefspieltexte)
Namen und Anrede:
Voller Name:
Kuno Bockling
Stand und Lehen:
Stand:
Niederadelige
Lehen:
Ritter zu Bilchtrutz (1034 BF-1039 BF)
Ämter und Würden:
Ämter:
Sendrich von Bilchtrutz von 1034 BF bis 1039 BF
Daten:
Alter:
49 Jahre
Tsatag:
990 BF
Borontag:
Rah 1039 BF
Familie:
Erscheinung:
Haare:
schwarz
Hintergründe:
Kurzbeschreibung:
Ritter, den die langen harten Jahre als fahrender Ritter geprägt haben und der das Leben als Burgherr genoss
Freunde:
keine
Feinde:
die aller Koscher, aber keine speziellen
Briefspiel:
Ansprechpartner:
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Kuno Bockling
Ritter 1034 BF-1039 BF
Wappen blanko.svg
Gilborn Bockling
Ritter seit 1040 BF
Wappen blanko.svg

Beschreibung

Folgt.

Werdegang

Der Tod von Kunos Großvater auf Maraskan wurde der Familie von einem Ritter aus dem Gefolge von Kaiser Reto überbracht. Diesem hatte Kunos Großvater das Leben gerettet und dabei selber eine tödliche Wunde erlitten. Sein letzter Wille war eine Bitte an den Ritter, seinen Sohn als Knappen anzunehmen. Der Ritter weigerte sich allerdings, Kunos Onkel, einen Anhänger Answins, als Knappen aufzunehmen, und auch Kunos Vater war aufgrund einer Versehrtheit als Knappe nicht geeignet. Aus diesem Grund nahm der Ritter den jungen Kuno an und erfüllte so sein Versprechen. Kuno erlebte eine sehr harte Lehrzeit und begann bereits mit 5 Jahren seine Pagenzeit bei dem Ritter. Volle 16 Jahre blieben die beiden zusammen bis Kuno seine Schwertleite erhielt.

Direkt nach seiner Schwertleite trennten sich die Wege des Ritters und Kunos und sie sahen sich danach nie wieder. Auch wenn Kuno ihm nichts übel nahm, so hatte sich in der Zeit zwischen den beiden doch keine wirklich Bindung ergeben und auch wenn Kuno viel gelernt hatte, war der Ritter ein sehr strenger Lehrherr gewesen. Kuno gründete seine eigene Lanze und zog von da an als fahrender Ritter durch das ganze Mittelreich. Das erste Mitglied seiner Lanze war Lana Appelinger. Diese war drei Jahre älter als Kuno und die letzten Jahre die Bannerträgerin von seinem Schwertvater gewesen. Lana stammte aus Angbar, wo ihre Verwandtschaft einen kleinen Krämerladen und einen Marktstand betrieb. Bereits vor seiner Schwertleite hatten Kuno und Lana geheiratet und kein Jahr nach seiner Schwertleite wurde das erste Kind der Ehe, Gilborn Bockling, geboren.

Etliche Jahre zog die junge Familie und die Lanze von Ritter Kuno durch das Reich und darüber hinaus. Oft war es nicht einfach und selten haben sie viel besessen. Doch mit der Zeit wuchsen sowohl die Lanze als auch die Familie an. Kurz vor dem horasischen Thronfolgekrieg bestand die Lanze außer aus Kuno, seiner Frau und den gemeinsamen Kindern aus einem Schreiber, zwei Waffenknechten, einem Schützen und Kundschafter sowie einem Wagenlenker. Dieser lenkte einen von 4 Maultieren gezogenen Planwagen, auf dem das ganze Hab und Gut der Lanzenmitglieder untergebracht war.

Zum Beginn des Bürgerkrieges im Horasreich schloss sich Kuno den Rommilyser Reitern an. Er hatte die Hoffnung, während des Krieges einen Herren zu finden, der ihn als dienenden Ritter aufnahm oder gar mit einem Lehen belehnen würde, denn so langsam war er des ständigen Umherziehens überdrüssig. Außer seiner Lanze begleiteten ihn seine beiden Söhnen Gilborn und Khoran und seine Tochter Karima. Seine jüngste Tochter Khorena war inzwischen als Novizin in den Schwertbund von Gerrun eingetreten. Die Lanze bildete eine kleine Untereinheit der Reiter, geführt von Kuno und seinen beiden Söhnen. Nach und nach erbeuteten sie für alle Mitglieder der Lanze Pferde und es kamen weitere Männer und Frauen dazu, so dass die Einheit zu ihrem Höchststand fast ein Dutzend Mitglieder hatte.

Lana und der Wagenlenker blieben aber eher im Tross der Rommilyser Reiter. Karima ging nach kurzer Zeit in die Lehre eines Arztes vom Anatomischen Institut Vinsalt. Der Krieg hinterließ besonders bei Khoran deutliche Spuren. Während der Rest der Familie sich seinen ursprünglichen Glauben erhalten konnte, zog es Khoran immer mehr zu den Lehren des wilden Kor. Als der Krieg endlich endete, blieben die Bocklings zunächst einige Wochen in Unterfels. Die Hoffnung von Kuno auf ein Lehen oder einen Herren hatte sich nicht erfüllt und nach dem Ende des Krieges gab es viel zu viele Söldner im Horasreich. Ins nahe Almada wollte er nicht gehen, da er sehr oft gegen Almadaner gekämpft hatte und befürchtete, dort zu oft auf Überlebende dieser Kämpfe zu stoßen. Lana blieb zunächst im sicheren Unterfels. Sie hatte sich während der Jahre im Tross viel Wissen über den Handel angeeignet und handelte mit Waren aus dem Kosch, die sie in Unterfels gut verkaufen konnte.

Kuno selber wusste aber, dass er dringend die Stadt der Söldner verlassen musste, besonders wegen seines Sohns Khoran, der kurz davor stand, sich einer Söldnereinheit anzuschließen und mit seiner Familie zu brechen. So zogen die drei schließlich mit einer Handvoll Waffenknechte im Gefolge und guter Ausrüstung gen Gareth. Nach einigem hin und her gelang es Kuno schließlich, eine befristete Anstellung bei Regiment Goldene Lanze zu erhalten. Die nächsten Jahre diente Kuno und sein ältester Sohn Gilborn bei der 3ten Schwadron des Regimentes, den „Ehrenreitern“. Ein Umstand gab der Zeit bei der Goldenen Lanze allerdings einen bitteren Beigeschmack. Kunos jüngerer Sohn gelang es, zu einer anderen Schwadron versetzt zu werden und sich damit endgültig dem bremsenden Einfluss seines Vaters zu entziehen. Als schließlich der Tag immer näher rückte, an dem ihre Verpflichtungszeit endete und Kuno und Gilborn sich darauf vorbereiteten, das Regiment zu verlassen, brach Khoran endgültig mit dem Willen seines Vaters. Er hatte seinen Dienst bei der Goldenen Lanze um 5 Jahre verlängert.

Kuno und auch Gilborn fanden kein Mittel, Khoran davon zu überzeugen, von seinen Plänen abzulassen, und zogen schließlich ohne ihn ab. Während ihrer Dienstzeit hatten alle drei eine Lanze von mehreren Waffenknechten und Gefolgsleuten um sich gescharrt. Von diesen hatte so gut wie jeder eine Frau oder Mann aus den vielen Flüchtlingen und Opfern der letzen Jahre in Garetien und der Wildermark zu sich genommen, teilweise mit Kindern. Da Kuno ein großes Talent in der Ziegenhaltung und Zucht besaß, hatte er stets versucht, seine Beuteanteile in Form dieser Tiere zu bekommen. So kam es, dass sie, als sie von Rudes Schild abzogen, nicht nur ein größeres Gefolge hatten, sondern auch eine kleine Herde dieser Tiere mitführten. In Hirschfurt in der Grafschaft Waldstein trafen die beiden wieder mit Lana zusammen und warteten dort die Namenlosen Tage ab. Das Geschäft in Unterfels hatte Lana an den Wagenlenker ihrer alten Lanze übergeben und sich von diesem auszahlen lassen. Karima würde in knapp einem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben und dann dem Rest der Familie nachfolgen. In Hirschfurten berieten Kuno, Lana und Gilborn schließlich lange, wie es weitergehen solle. Zunächst dachten sie daran, nach Weiden zu gehen. Kuno hatte von seiner Mutter erfahren, dass die Familie ursprünglich von einer Adelsfamilie aus der Grafschaft Heldentrutz, den Böcklins, stammte und stand sogar sporadisch in Briefkontakt mit dem Familienoberhaupt. Doch nach vielen Jahren des Kampfes und der Umherziehens sehnte besonders Kuno sich nach einem festen Platz, wo er sich niederlassen konnte. Die Böcklins konnten ihm dies allerdings nicht bieten.

Am Nachbartisch des Gasthauses, in dem die drei saßen, hörte ein abgerissener Mann, der wie ein Flüchtling aussah, ihr Gespräch mit an. Er fragte nach, ob er sich an den Tisch der drei Bocklings setzen durfte. Nachdem ihm diese Bitte gewährt worden war, erzählte er seine Geschichte. Er war bis vor kurzem ein Knecht auf Burg Bilchtrutz in der gleichnamigen Sendschaft in der Koscher Grafschaft Wengenholm gewesen. Trotz der schlechten Zeiten hatten sie bis vor kurzem ein relativ sicheres Leben gehabt. Dann aber hatte vor ein paar Wochen der Burghauptmann die alte Burgherrin verraten und einer Räuberbande das Burgtor geöffnet und die Bande hatte die Burg im Handstreich genommen. Sie hatten die Burgherrin und drei ihrer 4 Kinder sowie die meisten der anderen Burgbewohner erschlagen und die Burg besetzt. Nur die 16 Jahre alte Tochter der Burgherrin hatten sie am Leben gelassen und er wollte sich gar nicht ausmalen, was die Räuber mit der inzwischen angestellt hatten. Die drei Bocklings überlegten nicht lange.

Am 2. Praios 1033 BF überquerten sie die Grenze zwischen Garetien und dem Fürstentum Kosch und zogen in Richtung Burg Bilchtrutz. Es gelang ihnen mir relativ geringen Verlusten, durch einen Überraschungsangriff die Burg zu nehmen und alle Räuber zu töten oder zu vertreiben. Sogar die Tochter der alten Burgherrin, Azila Sephira Vieska Borking von Bilchtrutz, konnten sie lebendig retten, auch wenn sie von der Gefangenschaft schwer gezeichnet war an Körper und Geist. Es dauerte fast 2 Jahre, bis sie sich von dieser Zeit erholte und der Pflege von sowohl Kunos Frau Lana als auch von seinem Sohn Gilborn. Die eine gab der jungen Frau wieder den Glauben an das Gute zurück und der andere brachte ihr ein Gefühl von Sicherheit.

Kuno dagegen stürzte sich ganz darauf, Burg und Sendschaft zu sichern und nachdem sie einmal fast von fürstlichen Truppen belagert worden wären, die sie aus einem Missverständnis heraus für Räuber gehalten hatten, hatten sich die Verhältnisse inzwischen geklärt. Kuno als auch Gilborn hatten inzwischen einen Lehenseid bei Graf Jallik geschworen und durch die Heirat von Gilborn mit Azila auch rechtmäßig die Herrschaft über Burg Bilchtrutz erlangt. Kunos Tag bestand inzwischen daraus, sich um seine Ziegen zu kümmern, deren Milch zu Käse zu verarbeiten und das Leben zu genießen. Er hielt sein Schwert aber dennoch scharf, denn auch wenn die Finsterzwerge besiegt und vertrieben waren, war die Gegend doch alles andere als sicher. Die Sendschaft Bilchtrutz hatte sich inzwischen an ihre neuen "Beschützer" gewöhnt und bei den Wahlen zum Sendrich gab es immer wieder ein hartes Rennen zwischen Kuno und dem Oberhaupt der Tälermannfamilie, auch wenn letzterer meistens gewann.

Kuno genoss die Jahre als Herr von Burg Bilchtrutz und Sendrich in vollen Zügen. Er sah seinem Sohn Gilborn beim Gründen der Familie zu und mit ihm zusammen verhalfen sie der Sendschaft zum sanftem Erblühen. Die dunklen Wolken des drohenden Haffaxfeldzuges waren es schließlich, die dieses gute Leben beendeten. Auch der Kosch musste und sollte seinen Beitrag an dem Feldzug leisten. Die Bocklings von Bilchtrutz konnten dabei unmöglich zurückstecken. Als Neuankömmlinge waren sie eh noch Außenseiter. Natürlich war es für Gilborn, Kunos Erstgeborenem Sohn und Erben, klar, dass er derjenige war, der mitziehen würde. Doch Kuno wollte dies auf keinem Fall. Er war sich sicher, dass bei diesem Feldzug ein sehr hoher Blutzoll zu zahlen sein würde. Sein zweitgeborener Sohn, der Kor verfallene Khoran, würde als Mitglied der Goldenen Lanze schon dem Tod sehr nahe kommen, daran bestand für Kuno kein Zweifel. Beide Söhne und die gerade gewonnene Heimat Bilchtrutz wollte Kuno aber auf gar keinen Fall verlieren. Sehr lange dauerte es, bis es ihm schließlich gelang, seinen Sohn dazu zu bringen, dass er an seiner Statt mitzog. Es kam wie vermutet und der Feldzug brachte große Verluste für die Familie. Kuno und auch die beiden Waffenknechte, die er mitgenommen hatte, kamen nicht zurück. Alle drei starben bei der Schlacht um Mendena. Kunos Frau Lana starb kein Jahr später, die meisten sagten an gebrochenem Herzen. Und auch Khoran ist seit der Schlacht an der Tesralschlaufe vermisst und für tot erklärt.

Quellen

Offizielles

Inoffizielles

Teilnahme an Schlachten und Feldzügen

Briefspieltexte

Briefspieltexte

Erwähnungen