Heerzug gegen Haffax - Bier oder kein Bier

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Garetien, 15. - 17. Peraine 1039

Und doch geschah es hier in Weyring, dass das Koscher Herr seine ersten größeren Verluste erleben musste. Diese wurden von denen am ehesten bemerkt, die während des Aufenthaltes hier natürlich auch weiterhin den Wirten des Trosses rege Besuche abstatten, um für deren Sicherheit zu sorgen und regelmäßig die Qualität des Trossbieres zu testen. Doch am Morgen des 15. Peraine schien es plötzlich so, als ob es im ganzen Lager deutlich zu wenig Latrinen gäbe. Das halbe Heer stritt sich um ein ruhiges Plätzchen, um dem Rumoren im Gedärm nachzukommen und sich zu erleichtern. Natürlich eilten die Quartiermeister, die einiges an Beherrschung aufbringen mussten, zu den Bierwagen – und stellten fest, das ein Großteil der Biervorräte anscheinend vergiftet worden war!

Da war der Ärger und Zorn groß im Koscher Heerlager! Wäre den Koschern der Feind jetzt begegnet, dann hätte das Koscher Heer glorreich gesiegt und den Feind ohne Gnade überrannt – sofern man seinen Platz auf dem Donnerbalken hätte verlassen können. So aber wurde ein Großteil der Biervorräte zwangsweise vernichtet, was die Moral der Truppe spürbar senkte. Da halfen auch die Boten und Kutschen nichts, die einige der Trosswirte gen Heimat schickten, um Nachschub zu ordern.

Am Morgen des 17. Peraine schwenkte das Koscher Heer gen Firun und verließ die Reichsstraße III, um weiter gen Wehrheim zu ziehen. Die Versorgung war so schon nicht einfach – das gesamte Koscher Heer samt seinem umfangreichen Tross quer durch Gareth zu schleusen wäre ein logistischer Alptraum geworden. Davon abgesehen waren sie nicht zum Vergnügen hier. Nach den Geschehnissen in Weyring war die Stimmung lange Zeit gedrückt und hellte sich erst wieder auf, als die Kunde von frischen Biervorräten die Runde machte, die in einigen Tagen eintreffen würden. Und so kam es dann, dass der längere Aufenthalt bei Wehrheim, um erneut Proviant zu besorgen und Reparaturen durchzuführen, auch zu einer deutlichen Steigerung der Moral diente, als im Lauf der fünf Tage der Biernachschub das Koscher Heer erreichte.

Am Rande des Heerlagers versammelten sich die wenigen Überlebenden der Schlacht von Wehrheim, um Alvide von Eichental, auf der Walstatt und gedachten ruhig der vielen Toten dieser furchtbaren Schlacht, die vor zwölf Jahren zahllosen Schlachtreitern und Lanzerinnen das Leben gekostet hatte. Die wenigen Veteranen blickten mit Sorge gen Osten und auf das was dort auf sie warten würde.