Fürstliches Ritterturnier zu Angbar 1041 - Alveria von Lodenbach

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Brodilsgrund, 9. Rondra 1041, Ringstechen am Mittag

Brin von Eibenroß hatte gerade das klägliche Abschneiden seiner Knappin im Ringstechen miterleben müssen und schon sollte er im Gestampfe antreten. Trotzdem Alveria von Lodenbach eine sehr gute Reiterin war, hatte sie sich angestellt, als säße sie zum ersten Mal auf einem Pferd.

Das Kaiser-Turnier war seit langem sein erstes Turnier gewesen und er hatte keinen Ruhm für seine Farben erwerben können. Es war sowieso eine Schnapsidee, dorthin zu reisen. Es war teuer und seine Knappin, zugleich seine Baronin, war so kratzbürstig und missgelaunt gewesen, daß der eigentliche Sinn der Reise in die Kapitale, nämlich einen geeigneten Gemahl für Alveria von Lodenbach zu interessieren, trotz ihrer Herkunft, ihrer Jugend und ihrer Schönheit, nicht eintrat.

Nun also auf Wunsch der hohen Dame das Fürsten-Turney im Kosch... und Alveria würde sicher aufgrund ihres schlechten Abschneidens so übellaunig, daß sich auch hier kaum etwas ergeben würde. Und zu allem Überfluss würde er sich wohl auch hier eine Tracht Prügel abholen, schließlich waren viele erfahrene Turnier-Ritter anwesend. Obgleich Brin ein versierter Kämpfer und Veteran war, hatte er dennoch praktisch keine Erfahrung mit den Kämpfen, die nun kämen.

"Immerhin bin ich in der Mannschaft des von Hirschfurten, der hat ja einige Erfolge feiern können in den letzten Monden!" dachte der Ritter bei sich, als er sich bei dem Anführer seiner Mannschaft einfand. Brin von Eibenroß würde die Aufgabe übernehmen, die ihm zugedachte würde. Er hoffte inständig, daß dieses Turnier schnell ein Ende fände und alle Lodenbacher gesund nach Hause kämen!

"Es wird Zeit, daß das Mädchen ihre Schwertleite erhält, damit ich diese Sorge vom Halse habe!" Alveria von Lodenbach war sicher nicht die unwürdigste Kandidatin, die je zur Ritterin geschlagen wurde, und besonders mit dem Zweihänder zeichnet sie ein geradezu unheimliches Talent aus, das in dem jungen Alter Seinesgleichen sucht! Etwas jung vielleicht, aber sie wäre auch nicht die Jüngste... aber würde es wirklich besser, wenn sie Ritterin und nicht mehr Knappin wäre? Insgeheim befürchtete der Schwertvater der jungen Baronin, daß die Probleme in der Baronie erst richtig losgingen, wenn sie den Ritterschlag erhalten hätte!

"Es hilft ja nichts, nur ein stattlicher Gemahl und ein paar Kinder würden helfen..."

Mit seinen düsteren Befürchtungen trat Brin von Eibenroß hinzu, als sich die Mannschaft für das Gestampfe sammelte.