Ein Kommentar zum Großen Orakel

Aus KoschWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kosch-Kurier36-.gif

Ausgabe Nummer 48 - Peraine 1031 BF


Salmingen

Von Eiern, die „keine Henne gelegt“
Ein Kommentar zum Großen Orakel

Nach dem Orakelspruch der Allweisen Hesinde wird trotz der schnellen Reaktion von Adel, Geweihten- und Magierschaft immer noch ängstlich gerätselt, was hinter Kröten, Hahnenschrei, Schlangengleichen und alledem stecken mag.
Zuallererst: Jegliche Gefahr, die über das übliche Maß des Dunkelforstes hätte hinaus- gehen (und einen „Anfang vom Ende“ hätte darstellen) können, dürfte durch das schnelle Reagieren „der Helden Schar“ unschädlich gemacht worden sein. Des Weiteren handelte es sich bei den ersten sechs Versen des Orakelspruches in erster Linie um eine Zeitangabe, nicht notwendig um die Gefahr selbst. Drittens ist im Gegenteil sogar denkbar, dass das ‚dem Ei Entsprungene’ selbst hätte geschützt werden müssen.
Nun zu den einzelnen Vermutungen, Rätseleien und Befürchtungen, die mir zu Ohren gekommen sind:
Die ‚schleichenden Kröten’ waren ziemlich sicher ein von Sternenkonstellationen und dergleichen hervorgerufenes Phänomen ohne weitere Folge. Die Allweise gab uns damit einen Hinweis auf den Zeitpunkt des notwendigen Handelns.
‚Schlangengleich’ mag auch ein der Hesinde gefälliges Wesen sein, oder etwa eine Eidechse, das Tier der Tsa.
‚Beim Hahnenschrei’ entspringt ein jeder von uns zwar nicht dem Ei, aber dem warmen Bette, nämlich frühmorgens.
Ein ‚Ei, das keine Henne gelegt’, könnte schon ein Raben- oder Gänse-Ei sein. Da das ‚Entsprungene’ jedoch wohl ‚schlangengleich’ sein soll: siehe oben. Ein Basilisk?! – Ich gebe zu, dass auch mich die Kombination von Kröten, Schlangen- gleichem, Hahn und nichthühnerigem Ei zu diesem Schluss kommen ließ. Bei den Erkundungen des Dunkelforstes konnte jedoch meines Wissens nach keine Spur eines solchen Wesens gefunden werden. Entgegen anderslautenden Gerüchten kehrten auch alle ausgezogenen „Helden“ und Forscher wieder zurück, so dass nicht zu befürchten ist, dass einer von uns noch als Steinstatue im Walde steht!
Ein Hexen-Ei?! – Die Legende über Eier legende Hexen hält sich hartnäckig. Ich kann mich jedoch nicht erinnern, je einer solchen begegnet zu sein, und ich bin schon weit herumgekommen. Hier wurde wohl die Sage von Satuaria, die einem Ei im Leib Sumus entsprungen sein soll, gleich auf die Hexen übertragen, die ja auch „Töchter Satuarias“ genannt werden.

Ein Drache oder Tatzelwurm?!
– Auf das Gelege eines solchen wurden meines Wissens nach ebensowenig Hinweise gefunden wie für ein Basilisken-Ei, nämlich gar keine.
Alle anderen vermeintlichen Lösungen (Einhorn, Vampir und was weiß ich noch alles) vernachlässigen eine oder mehrere Angaben des Orakelspruches. Ich selbst neige aus guten Gründen zum oben genannten Schluss, dass ein Hesindegefälliges Wesen an jenem Morgen das Licht der Welt erblickt hat, das nun unter der Obhut der Kirche der Allweisen steht. Etwaige mögliche Gefahren für dieses Wesen, vor allem aber auch fürs Koscherland sind jedoch erfolgreich gebannt worden. Hesinde befohlen!

Erkomir fa Shantalla