Dohlenfelder Thronfolgestreit - Nach dem Hinterhalt im Markt Dohlenfelde I

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Texte der Hauptreihe:
K28. Sieg
K86. Nach dem Hinterhalt im Markt Dohlenfelde I
K95. Kajax
F25. Epilog
Autor: Reichskammerrichter, weitere
Nordmarken, 1033

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte Darian seinen Lehensherrn endlich. Garmwart saß auf seinem Streitross und blutete aus einer Wunde an der linken Seite des Halses. Wie es schien hatte ihn ein Bolzen nur leicht gestreift, ein Paar Finger weiter nach rechts und der mächtige Herr von Eisenhuett würde jetzt an Rondras Tafel sitzen. Darian schaute zum Himmel und dankte den Göttern, dass dies nicht der Fall war. Auch weitere Bolzen hatten den Baron verfehlt, nicht aber seinen Schild, aus welchem einige Geschosse herausragten.
Der Edle von Schrazelroth lenkte sein Ross neben den Quakenbrücker im ihn einerseits schützen zu können und andererseits um weitere Befehle von ihm zu bekommen, wollte Darian doch nicht weiter eigenmächtig Befehle erteilen.
Derweil hatten die berittenen Söldner, die Darian begleiteten einen Kreis um die schwer verletzten Herrn von Dohlenfelde und die Adligen, die bei ihm waren gebildet. Auch um Darian und Garmwart hatten sich einige Söldner geschart und beobachten die Umgebung. Die Streitrösser der Söldner bildeten eine Barriere, die dafür sorgte, dass sich kein reiterloses Pferd zu den Knienden verirrte und sie womöglich zertrampelte.
Garmwart gab Anweisungen, wie weiter vorzugehen ist und die umstehenden Adligen, erleichtert, dass jemand Ordnung in das Chaos brachte, führten sie aus.
Das neben dem praiosgeweihten Sankta-Lechmin-von-Weiseprein-Tempel am Dorfplatz Dohlenfeldes gelegene Gasthaus „Götterfürst“ war zum Notlazarett umfunktioniert geworden, auf Tischen und Bänken lagen die zahlreichen Verletzten. Wehklagen und Schmerzensschreie waren zu hören, ein Übelkeit hervorrufendes Geruchsgemisch von Blut und verbranntem Menschenfleisch, vermischt mit dem Gestank von Erbrochenem und abgestandenem Bier lag in der Luft. Es waren nicht nur die unmittelbaren Opfer des feigen Anschlages im Notlazarett zu finden, sondern auch einige Dutzende einfacher Dorfbewohner, die sich üble Verbrennungen zugezogen hatten, als sie die Ihren und ihr Hab und Gut aus ihren brennenden Heimen zu retten versuchten – oder die unter die Hufe durchgehender Pferde geraten waren. Nicht wenige Kinder waren unter den Verletzten, deren vor Wut schnaubenden Angehörigen alles Übel der Niederhöllen auf die Täter herabbeschworen. Wenige eifrige Helfer bemühten sich um die Leidenden, soeben war ein junger Mann seinen schweren Verbrennungen erlegen, ein aus dem Borontempel Dohlenfeldes herbeigeeilter Geweihter spendete den letzten Segen. Weitere Tote waren vor dem Gasthaus notdürftig aufgebahrt und mit Tischdecken zugedeckt worden.
In der Nähe des Gasthauses hatten sich auch die horasischen Söldner gesammelt, die Darian in das Zentrum Dohlenfeldes begleitet hatten. Zu ihnen hatten sie auch die restlichen berittenen Söldner, unter Dartan di Salsavûr, begeben, da sie keinen der Attentäter dingfest machen konnten.
Unter dem mit Blattgold belegten Kronleuchter über dem Stammtisch der Darlinischen Zeidlerzunft, der einflussreichen Waldimker der Baronie, die einzig der unmittelbaren Gerichtsbarkeit der Elenviner Wehrhalle unterstanden und keinerlei Abgaben, nicht einmal den Kirchenzehnt zahlten, lag Baron Angrond von Sturmfels. Man hatte den schweren Tisch beiseite geschoben und den Reichskammerrichter auf die samtenen Sitzkissen der Zeidler gebettet. Hakon von Altenberg, der Magus der Schwarzen Adler, der Angrond das Leben gerettet hatte, kümmerte sich zusammen mit dessen Schwester Derya von Sturmfels um den Verwundeten. Der mächtige Heilzauber hatte die Wunden größtenteils geschlossen, doch war Angrond vom Blutverlust sehr geschwächt und litt zudem noch unter großen Schmerzen. Kalter Schweiß stand auf seiner Stirn, seinen Gesichtszügen war anzusehen, wie schwer es ihm fiel, nicht zu schreien – ob vor Schmerz oder Wut, das war schwer zu sagen.
Der beim hinterhältigen Attentat Dank Phexens Gnade nur leicht verwundete Baron Garmwart von Quakenbrück hatte sich mit dem aus dem Lazarett am Darlin nach Dohlenfelde gerittenen Throndwerth von Zweibruckenburg, dem Hochgeweihten des Twergenhäuser Rondratempels, vor dem Praiostempel des Hauptortes der Baronie Dohlenfelde über das weitere Vorgehen beraten. Soeben waren die beiden von der rußverschmierten Baronin Odrud von und zum Gernebruch und dem ebenso rußverschmierten Ritter Lucrann von Albenbluth-Lichtenhof darüber unterrichtet worden, dass bislang kein Attentäter lebend gefasst werden konnte. Die wenigen, die man habe stellen können, hätten lieber den Tod gesucht als sich in Gefangenschaft zu begeben. Der Großteil der geschätzt zwei Dutzend Angreifer sei jedoch im allgemeinen Durcheinander entkommen.
Sodann begaben sich der Baron und der Rondrahochgeweihte –¬ beide waren enge Freunde, wenn nicht die engsten Freunde des ermordeten Bernhelm von Sturmfels gewesen – zum Gasthaus „Götterfürst“. Bei den vor dem Eingang aufgebahrten Toten hielten sie inne. Throndwerth schlug eine Decke nach der anderen zur Seite, um in die teilweise friedlichen, teilweise schmerzverzerrten, teilweise entstellten Gesichter der Ermordeten zu schauen. Er hielt jeweils kurz inne, um ein stilles Gebet zu Rondra und Boron zu sprechen. Der Baron zu Eisenhuett kniete vor den Leichen der Ardare von Sturmfels und des Torgus von Albenbluth-Lichtenhofen nieder und nahm Abschied. Der Edle von Schrazelroth, der von dem Condottiere der Schwarzen Adler begleitet wurde, wich seinem Lehensherrn dabei nicht von der Seite.
Als er die Gaststätte betrat, konnte Garmwart nur mit Mühe ein Würgen unterdrücken, so aufdringlich war der Gestank, der ihm entgegenschlug. Throndwerth hielt sich eine Hand schützend vor Mund und Nase. Die beiden gingen zielstrebig zu Angrond. Mit barschen Worten schickte Garmwart den ihm suspekten Magier, den Lebensretter Angronds, weg, setzte sich auf die zum Stammtisch der Zeidler gehörende Eckbank und beugte sich zum Schwiegersohn seines Bruders Roderich herunter. Die beiden begannen sich zu unterhalten. Aufgrund des hohen Lärmpegels im Notlazarett konnten nur noch Throndwerth und Derya hören, was Angrond mit dem Baron zu Eisenhuett, seinem mächtigsten Verbündeten, besprach. Angrond hatte offensichtlich Mühe zu sprechen, er nickte jedoch mehrfach.
Plötzlich ging ein Raunen durch das Gasthaus, gefolgt von vereinzelten, immer lauteren Rufen „Mörder!“, „Feigling!“, „Ehrvergessener!“. Scheinbar unbeeindruckt von den Anfeindungen schritt niemand anderes als Baron Hagen von Salmingen-Sturmfels durch den „Götterfürst“. Doch schien es gleichzeitig so, als könne der dreifache Baron einfach nicht glauben, was er da um sich sah an Leid und Elend. Es war ein wenig so, als würde der junge Hochadlige schlafwandeln. Auf Schritt und tritt folgten ihm die Rondraakoluthin und ehemalige Edle zu Wolkenfold, Roana von Schwarzfels, sowie die Hochgeweihte des Salminger Rondratempels, Ihre Hochwürden Leuengunde vom Berg. Als die drei überraschenden Besucher schließlich bei Angrond angekommen waren, fiel Hagen vor seinem Halbbruder auf die Knie und rief deutlich hörbar, mit entsetzter Stimme:
„Verzeih mir! Rondra sei meine Zeugin, Angrond! Ich habe mit diesem Schurkenstück nichts zu tun! Ich entschuldige mich bei Dir. Dies schwöre ich bei meiner Ehre!“
Angrond ließ sich von Derya und Garmwart auf die Beine helfen, auch Hagen stand auf. Er musterte seinen Bruder von Kopf bis Fuß und sprach schließlich mit versteinerter Miene, jedes Wort, jeder Atemzug bereitete ihm sichtlich Schmerzen:
„Dann war es wohl einer Deiner finsteren Schergen ohne Dein Wissen. Wenn Du es wahrhaft ernst meinst mit Deiner Entschuldigung, Hagen, dann, bei Rondra: Tritt von Deinem unhaltbaren Anspruch, Baron zu Dohlenfelde zu sein, zurück, lass es nicht auf eine Schlacht ankommen. Schau Dich hier im Gasthaus um. Reicht Dir das nicht?“
Der Verletzte hielt sich eine Hand an seine Seite, genau an die Stelle, wo der erste Bolzen in seinen Leib gedrungen war und krümmte sich vor Schmerz, unterdrückte nur mit Mühe einen Schmerzenslaut:
„Hagen, Du hast es in der Hand. Nur Du! Beende es hier und jetzt. Ich werde Dir vergeben und keine Rache an Dir oder den Deinen üben, dies schwöre ich, bei meiner Ehre!“
Roana von Schwarzfels kochte vor Wut, sie fuhr Angrond an, nachdem sie kurz zu Hakon von Altenberg geblickt hatte:
„Was unterstellst Du Deinem Bruder, Angrond? Wer hat hier seine Verbündeten nicht im Griff? Wer hat Burg Schwarzfels mit feiger Magie angegriffen? Und könntest Du nicht das gleiche, wenn es Dir wirklich darum ginge, den Streit zu beenden, in dem Du Deine ungerechtfertigten Ansprüche auf Dohlenfelde hier und jetzt fahren lassen würdest? Bernhelm hat Hagen als seinen Erben gewünscht, und nicht Dich! Ich bin sicher, dass Hagen Dir vergeben würde!“
Es fehlte nicht viel, da hätte Garmwart von Quakenbrück seine Klinge gezogen und der aufbrausenden ehemaligen Edlen zu Wolkenfold eine Lektion erteilt, doch sah er aus dem Augenwinkel, wie Throndwerth von Zweibruckenburg fast unmerklich den Kopf schüttelte. In diesem Moment fasste die Rondrageweihte Leuengunde Roana mit eisernem Griff am rechten Oberarm und zischte ihr, für alle umstehenden deutlich hörbar, zu:
„Bei Rondra, benehmt Euch wie eine Akoluthin der Himmlischen Leuin!“
Betroffen schaute Roana zu Boden, trat zwei Schritt zurück.
Darian von Lîfstein schien bei den Worten Roanas fast zu platzen, als die Wut in ihm hoch kochte. Er war drauf und daran ebenfalls sein Schwert zu ziehen um der ehemaligen Edlen ihr vorlautes Mundwerk zu stopfen, besann sich aber eines besseren, als er dem Kopfschütteln des Twergenhäuser Rondrageweihten sah. Dennoch starrte er Hagen weiter mit Blicken an, die mehr sagten als viele Worte.
Throndwerth von Zweibruckenburg fragte nun, ruhig und sehr ernst: „Da offensichtlich keine Partei von ihren Ansprüchen zurückzutreten gedenkt, wie zu erwarten war, bleibt die Frage, ob die Entscheidungsschlacht so ausgefochten werden soll, wie es vereinbart wurde?“
Angrond ergriff erneut das Wort: „Da ich, wie jeder sehen kann, nicht in der Lage bin, das Kommando über meine Truppen auf dem Schlachtfeld selbst zu führen, habe ich Seine Hochgeboren Garmwart gebeten, das Heer an meiner Statt zu befehligen. Ihm obliegt die Entscheidungsgewalt.“
Garmwart nickte voller Entschlossenheit und sprach: „Wir werden uns an den Vertrag halten. Dies sind wir alleine schon dem würdigen Gedenken an Ardare und Torgus schuldig. Abgesehen davon: Das Schwertfest ist nur noch heute, und die angeworbenen Söldner würden uns wie Euch ruinieren, würde die Schlacht länger hinausgezögert. Außerdem wünschen beide Seiten eine Entscheidung. Jedoch bitte ich um einen kleinen Aufschub. Im dritten Paragraphen des Vertrages wurde vereinbart, dass die Schlacht zur neunten Stunde des zweiten Tages des Schwertfestes stattfinden soll. Dies wäre in weniger als einer halben Stunde. Wäre es möglich, das Aufeinandertreffen der Heere auf die elfte Stunde zu verschieben? Noch sind Dutzende unserer Streiter an Lösch- und Hilfsarbeiten beteiligt, andere verfolgen die feigen Attentäter. Zur elften Stunde aber können wir in Schlachtordnung auf dem Schönbunder Grün stehen, bereit, für Seine Hochgeboren Angrond zu siegen. Da es heute dicht bewölkt ist, dürfte die Mittagshitze einem lebhaften und rondragefälligen Kampf keinen Strich durch die Rechnung machen.“
Hagen zögerte mit seiner Antwort keinen Augenblick, seine Haltung straffte sich: „Hochgeboren Garmwart, es ist mir eine große Ehre, Euch an meines Bruders Statt auf dem Schlachtfeld gegenüberzutreten. Ihr seid ein mehr als würdiger Vertreter, ich teile die Hochachtung, die mein Vater gegenüber Euch empfand. Selbstverständlich werde ich den erbetenen Aufschub bis zur elften Stunde gewähren. Lasst es mich wissen, falls ich bei den Arbeiten hier in Dohlenfelde irgendwie helfen kann. Ich möchte gerne einen Teil des Schadens wiedergutmachen.“
Als Garmwart Baron Hagen so vor sich stehen sah, musste er an dessen Vater denken, wie dieser als junger Mann aussah. Die Ähnlichkeit war einfach frappierend. Doch Bernhelm hätte niemals solch einen feigen Anschlag zugelassen, er hatte die ihm anvertrauten Truppen immer Griff gehabt und keine Disziplinlosigkeit geduldet. Nicht umsonst hatten ihm Herzog Jast Gorsam und Graf Ghambir in dieser Hinsicht bedingungslos vertraut.
Garmwart erwiderte daher kurz und knapp: „Habt Dank, Hochgeboren, Eure Hilfe ist nicht nötig. Sorgt einfach dafür, dass es zu keinem weiteren Zwischenfall kommt.“
Eine Zornesader schwoll auf Hagens Stirn, seine Hand zuckte in Richtung des Familienschwertes Hlûtharhilf, das sein Vater Bernhelm zuvor geführt hatte. Nun war es seine Gefolgsfrau Roana, die ihn bremste:
„Hagen, heb Dir Deine Wut für die Walstatt auf, Du wirst sie dort noch gut gebrauchen können.“
Dann sprach sie, zu Garmwart gewandt: „Hochgeboren, es wird mir eine Freude sein, Euch mit Rondras Hilfe auf dem Schlachtfeld zu Boron zu schicken.“
Zum Abschied streckte Hagen Angrond seine rechte Hand entgegen. Angrond, der vom langem Stehen unter immer größeren Schmerzen litt und sich auf seine Schwester Derya stützte, zögerte eine gefühlte Ewigkeit, doch dann ergriff er die Hagens Rechte und sprach: „Ich wünsche Dir einen ehrbaren und schnellen Tod, Bruder.“
Hagen schlug Angronds Hand zur Seite, drehte auf dem Absatz um und verließ das Lazarett. Roana und Leuengunde folgten ihm. Vor dem Gasthaus hatten sich Hunderte Bewohner Dohlenfeldes und Kämpfer Hagens versammelt, es hatte sich herumgesprochen, dass Hagen seinen Bruder aufgesucht hatte.
Kaum hatten die drei den „Götterfürst“ verlassen, kam es zu einem großen Handgemenge, Waffen wurden gezogen, es waren erneut Rufe zu hören, die da schallten „Feiger Verräter!“, „In Erzweiler gekrönter Möchtegern-Baron!“, „Tod den Mördern!“ und sogar „Hagen, ich stech’ Dich ab wie eine Schwein!“. Roana und Hagen waren vom Mob schnell zu Boden gerissen worden, Klingen blitzten auf, Schreie waren zu hören. Einzig die Rondrageweihte Leuengunde wehrte sich wie eine Löwin einigermaßen erfolgreich gegen die Angreifer.
Nur Augenblicke später donnerte die sonore Stimme Garmwart von Quakenbrücks über den Dorfplatz, der Baron stand mit gezogenem Schwert in der Tür des Gasthauses:
„In Rondras Namen! Lasst von Hagen ab!“
Es wurde schlagartig still, alle schauten zum Baron zu Eisenhuett, an dessen Seite Angrond stand.
„Baron Hagen, Leuengunde vom Berg und Roana von Schwarzfels stehen unter meinem persönlichen Schutze und haben freies Geleit zurück zu ihrem Heer. Zur elften Stunde wird es auf dem Schönbunder Grün zur Schlacht kommen, nicht hier und jetzt.“
Garmwart schaute sich um, bis sein Blick seinen Vasallen, den Edlen zu Schratzelroth, gefunden hatte:
„Wohlgeboren Darian, Ihr seid mir persönlich dafür verantwortlich, dass Hagen unbeschadet zu seinen Truppen zurückgelangt.“
Darian nickte, dass er seinen Lehensherrn verstanden hatte und die Befehle trotz seiner Abneigung gegen Hagen ausführen würde.
Hagen, Roana und Leuengunde standen eng beisammen und klopften sich den Staub von ihren Gewändern, sie wirkten äußerst verstört. Vor ihnen auf dem Boden lag reglos eine junge Frau mit einer klaffenden Bauchwunde, ihr Blut versickerte im Boden. Sie trug die Kleidung einer Bäuerin, ihre rechte Hand umkrampfte ein blutverschmiertes Küchenmesser. Ob sie im Handgemenge in ihr eigenes Messer gestürzt war, oder ob sie den tödlichen Klingenstoß von Hagen oder Roana erhalten hatte, war nicht zu ergründen. Die umstehenden Dohlenfelder wussten jedoch, dass es sich um Travina Hopfer handelte, die im Feuer eines brennenden Hauses vor nicht einmal einer halben Stunde ihre neugeborene Tochter und ihren erst dreijährigen Sohn verloren hatte. Baron Hagen, die Rondraakoluthin Roana und die Rondrageweihte Leuengunde würdigten die Tote keines Blickes – ebensowenig wie Garmwart von Quakenbrück und Angrond von Sturmfels.