Baltram von Eichental schmückt aus

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1036, Weiden

Baltram von Eichental hatte sich auf Burg Aarkopf und bereits auf der Anreise umgehört und somit so einiges über Graf Bunsenhold erfahren. Sonderlich schmeichelhaft war nicht, was man da so hörte. Über seine Tochter war wenig zu vernehmen. Bei dem Ruf ihres Vaters war das jedoch wenig verwunderlich. Mit der Wahrheit würde man hier kaum weit kommen.

Somit beschloss Baltram die Geschichten um den Grafen kräftig auszuschmücken. Da er selbst am Feldzug am Trolleck teilgenommen hatte, berichtete er ausführlichst über die Kämpfe und stellte Wilbur als wackeren Kämpfer und umsichtigen Heerführer dar. Den blutigen Hinterhalt zu Beginn des Scharmützels lies er ebenso aus wie die mangelnde Tapferkeit des Grafen. Stattdessen berichtete er in den buntesten Farben, wie Wilbur an der Spitze seines Heeres an das Trolleck ritt und dort die beiden besetzten Burgen am selben Tag noch erstürmte. Wacker hatte der Graf gekämpft und keine Gnade den Vogelfreien gegenüber gezeigt. Auch ansonsten lobte er Wilbur für seine umsichtige Herrschaft und pries seine Macht und seinen Reichtum.

Als Baltram aus dem Audienzzimmer trat, fragte er sich, ob er nicht ein wenig übertrieben hatte und ob es nicht doch besser gewesen wäre, sich mit den übrigen Brautwerbern aufs Genaueste abzusprechen. Was, wenn der Graf etwas davon witterte, dass die Koscher ihn nach Strich und Faden belogen, oder wusste er bereits Bescheid und verfolgte seine eigene Agenda?