Alltag auf Burg Eichstein - Teil III

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Texte der Hauptreihe:
K1. Teil I
K3. Teil III
K5. Teil V
K10. Teil X
K11. Teil XI
17. Rah 1037 BF
Teil III
Teil II

Kapitel 3

Teil IV
Autor: Baduar

Wasserburg Eichstein, 17. Rahja 1037, Windstag

Kordan hatte sich heute schon vor Sonnenaufgang auf den Weg zur oberen Weide gemacht, um nach den Kühen zu sehen. Diese Woche war er für den Hütedienst eingeteilt und ging von Weide zu Weide, um die Tiere des Junkers zu behüten und aufzupassen. Ihn freute das und die Arbeit mit den Rindern machte ihm Spaß. Bei Geppart hatte er sich bislang nie um die Tiere kümmern dürfen, aber seitdem der alte Stallmeister weg war, hatte es ein paar Änderungen gegeben. Zum Beispiel wechselten die Aufgaben aktuell öfter als früher und so gab es auch immer wieder was Neues zu tun. Bislang war er oft für Ausbesserungsarbeiten herangezogen worden oder musste Holz schlagen und hacken. Wenn das so weiterging, dann ließ es sich unter dem neuen Herrn wohl ganz gut leben, wie es schien. Ein fröhliches Liedchen pfeifend erklomm er die letzten Schritte zur oberen Weide, bei der er seinen Hirtenstecken gut gebrauchen konnte. Das Umland hier war recht hügelig, aber es hatte saftige Weiden und in den verbleibenden Tagen bis zum Jahresende sollten sich die Rinder noch ordentlich satt fressen, bevor sie dann bis zum Beginn des neuen Jahres in die Ställe kommen würden.

Als er auf der oberen Weide ankam, begrüßten ihn die Rinder mit ruhigem Muhen, einige kamen zu ihm getrottet. Er redete ihnen gut zu, strich der einen oder anderen von ihnen über den Kopf, bevor er sich dann daran machte, den Bestand zu zählen. Das dauerte ein Weilchen, denn natürlich machten es seine Mädels hier oben ihm nicht leicht. Immer wieder liefen sie langsam durcheinander so das er nicht mehr ganz genau wusste, ob er diese oder jene Kuh schon gezählt hatte oder nicht. Nach drei Anläufen war er sich aber doch sicher, das er nun alle gezählt hatte - oder vielmehr nicht, den ihm fehlte eine Kuh!

In heller Aufregung begann er das Zählen erneut, einmal, zweimal, dreimal zählte er die Kühe, doch das Ergebnis blieb das Gleiche: Wo sich zwölf Kühe aufhalten sollten, waren derer nur elf anzufinden. Ei, das war gar nicht gut. Hatte sich eines der Rindviecher von der Herde entfernt? Oder hatte sich einer der Anderen einen Scherz mit ihm erlaubt? Mit einem Mal war seine gute Laune wie weggeblasen und er begann, die umliegende Gegend nach dem fehlenden Rindvieh abzusuchen.

Als er am Nachmittag die Suche einstellte, war seine Laune endgültig dahin. Die fehlende Kuh - Linna, eine große haarige Gepirgskuh mit dichtem, schwarzen Fell und einer sehr sanften Art - war nirgendwo zu finden. Das würde Ärger geben daheim in der Burg...

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